Jugendwerk der AWO Hessen-Süd
Erleben, Entdecken, Begegnen

Gedenkfahrt nach Buchenwald

Das Konzentrationslager Buchenwald, das am Ende des 2. Weltkrieges das größte KZ im Deutschen Reich darstellte, wurde am 11. April 1945 befreit. Dies gelang in Zusammenarbeit des organisierten Lagerwiderstandes und der US-Armee. Die Gefangenen besetzten die Wachtürme, vertrieben oder entwaffneten die verbliebenden SS-Wachmannschaften und übernahmen die Kontrolle über das KZ, bis am 13. April ein amerikanischer Lagerkommandant berufen wurde. Die Häftlinge des KZ Buchenwald waren Jüdinnen und Juden, Kommunist*innen, Sozialist*innen, Widerstandskämpfer*innen, Sinti und Roma, Zeugen Jehovas, Vorbestrafte, Homosexuelle und Wohnungslose. In den acht Jahren seit Errichtung des Lagers starben 56.000 Menschen an medizinischen Experimenten, Hunger und Folter. In einer eigens dafür errichteten Genickschussanlage wurden über 8000 sowjetische Kriegsgefangene hingerichtet.

Die Befreiung des Lagers jährt sich 2020 zum 75. Mal. Die Initiative Antifaschistisches Gedenken ruft mit Unterstützung des Bezirkjugendwerks der AWO Hessen-Süd e.V. dazu auf, am 5. April an der zentralen Gedenkveranstaltung der Gedenkstätte Buchenwald teilzunehmen. In einer Zeit, in der antisemitische und rassistische Äußerungen und Ressentiments als "würdige Debattenbeiträge" behandelt werden und sich extrem rechte Weltbilder immer offensiver gebärden, erscheint es uns besonders notwendig, an die Vernichtungspolitik und die Gräuel des Nationalsozialismus zu erinnern. Um jenen zu gedenken, die ermordet wurden und jenen zu danken, die Buchenwald befreit haben, wollen wir aus Frankfurt gemeinsam zu der Gedenkveranstaltung reisen. 

TERMIN
05. April 2020

ORT
Weimar, Buchenwald

KOSTEN
10 €
Informationen zur Zahlung werden nach der Anmeldung per Mail verschickt.

ALTER
ab 18 Jahren

ANMELDUNG 

antifaschistischesgedenken@riseup.net

 

Frauen im NS. Gedenkstättenfahrt nach Ravensbrück und Berlin

Gedenkstättenfahrten sind zentral für das Lernen über die Geschichte des Nationalsozialismus und des Holocausts. Daher veranstaltet das Jugendwerk einmal im Jahr eine Fahrt zu verschiedenen Gedenkstätten.
Im Herbst 2020 widmen wir uns einem Thema, das seltener Beachtung findet: Frauen im Nationalsozialismus.
Wir werden uns bei dieser Gedenkstättenfahrt zum ehemaligen Frauenkonzentrationslager Ravensbrück und Berlin sowohl mit den Besonderheiten weiblicher Betroffener und Verfolgter auseinandersetzen, als auch mit dem Spezifikum weiblicher Täterschaft.
Bis heute wenig bekannt ist die Tatsache, dass es in den meisten größeren Konzentrationslagern Bordelle gab und dass Frauen häufig besonderen Strapazen in den Lagern ausgesetzt waren. Ebenso wird selten über die Täterinnen im NS gesprochen, die vor allem im Zuge der sog. T4 Aktion für die Verfolgung und Ermordung von Menschen mit Behinderung zuständig waren, im KZ Ravensbrück als Wachen arbeiteten und häufig als Denunziantinnen auftraten. Im Zuge dieser Fahrt möchten wir uns gemeinsam diesen Themenkomplex erarbeiten.

Die Gedenkstättenfahrt richtet sich an alle Menschen ab 18 Jahren, die ein Interesse am Thema mitbringen, besondere Vorkenntnisse sind nicht notwendig. Es ist zu beachten, dass bei dieser Gedenkstättenfahrt Themen aus dem Bereich sexueller Gewalt, Ausbeutung etc. behandelt werden.
Für Teilnehmende die älter als 27 Jahre alt sind, gilt ein allg. Preis, jüngere Menschen zahlen den Förderpreis.
Die Gedenkstättenfahrt kann voraussichtlich als Bildungsurlaub anerkannt werden.

TERMIN
03. - 09. Oktober 2020

Vorbereitungstreffen: 19. September in Frankfurt

ORT
Ravensbrück und Berlin

KOSTEN
Alle bis 27 Jahre:

90 € für Fahrten, Unterkunft, Halbpension, Eintritte und Programm

Alle ab 27 Jahre:

320 € für Fahrten, Unterkunft, Halbpension, Eintritte und Programm

ALTER
18-100 Jahre

ANMELDUNG 
unter folgendem Link: Gedenkstättenfahrt

Mehr Informationen unter: internationale@jw-awo.de oder 069 8300556 103